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Die drei neuesten Blogeinträge
Der Wettervorhersage nach hätte es ein zweiter Super-Segelflugtag werden können. Er hat auch perfekt angefangen, am Nachmittag hat uns das Wetter dann etwas im Stich gelassen, indem die starke Wolkenthermik in mäßige Blauthermik übergegangen ist.
Trozdem war heute viel los:
Marcel, Thomas, Günter, Jens, Horst, Felix und ich waren in der Luft und haben einige neue Bestmarken hingelegt:
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Felix hat mit seinen ersten 300-km-Flug hingelegt und dann gleich 380 km (OLC). Herzlichen Glückwunsch!
- Ich selbst war auch noch nie so lange (7,5 h) und weit unterwegs und dann haben doch 600m zum angestrebten 500-km-Flug gefehlt: 499,42 km (OLC). Aber als die Wolken verschwunden sind, habe ich den Anflug auf die geplante letzte Wende (Erbendorf) 11 km vorher abgebrochen und habe mich nach Giebelstadt zurückgekämpft.
Leider waren die Minus-Grade zu viel (oder zu tief) für meinen Kamera-Akku. Die gefrorene Kamera hat nur ganz kurz durchgehalten. Daher gibt es heute nicht mehr als diesen Video-Fetzen (der Anschlag beim Vario ist 6 m/s :-):
Hier zwei Fotos von Marcel aus dem Twin:


Wenn man sich die OLC-Tages-Wertung für den 13.05.2012 anschaut, was das wohl einer der besten Segelflugtage jemals in Deutschland. 38x über 1000-OLC-Punkte und 16x über 1000km Flugstrecke. Ganz so gut sind wir noch nicht, aber alles was Flügel hatte, was auch bei uns in der Luft.
Allen voran hat Mike 345 km mit der SF 27 geflogen.
Peter hat mit der LS3 280 km gefloegen.
Matthias hat - um 17:20 Uhr gestartet - noch 80 km mit dem Bergfalke 3 zurückgelegt.
Horst war mit dem G102 Astir unterwegs, Felix mit dem G103 Twin und Bruno war mit seiner ASW-20 in der Luft. Auch der Motorsegler G109b und die Motormaschine DR400 waren unterwegs.
Franz hat mit seinem Discus 2T sensationelle 838 km geflogen. Netter Gag gestern: Franz hatte Kitzingen als Startplatz angegeben, eigentlich eine gute Idee, so zu dokumentieren, dass der Flugplatz Kitzingen eine lange Luftsport-Tradition hat und Unterstützung braucht.
Funfact am Rande: Irgendwie wird Giebelstadt zur Sammelstelle der heimatlosen unterfränkischen Vereine. Nicht nur wir haben da Asyl gefunden, auch der FSC Möve Obernau flog am Wochenende (und in Zukunft wohl noch öfter) in Giebelstadt.
Die Flugschüler Michael und Matthias konnten am Wochenende zusammen über 4 Stunden Thermikflüge genießen.
Eines war allen Piloten gemeinsam: Bei Minus-Temperaturen in 1500m Höhe waren abends alle durchgefroren.
Leider war meine PIK nicht einsatzbereit und alle Flugzeuge waren ausgebucht, so blieb mir - am Besten Tag des Jahres - nur der Mose übrig:

Aber wir waren höher als jeder Segelflieger an dem Tag :-)

Traumwetter über der Volkacher Mainschleife:

Den letzten Sonntag haben Utta und ich genutzt um Franz auf dem Grand Prix Training Homberg/Ohm 2012 zu besuchen und haben mit der SM einige schöne F-Schlepps durchgeführt. Dieses schöne Segelfluggelände liegt etwas südlich von Marburg und entwickelte sich mit viel Einsatz der Familie Levin zum Leistungsflugzentrum Hessens:

In diesem Jahr hat der LSV Homberg eine Auswahl deutscher, hauptsächlich jüngerer Spitzenpiloten zu einem Grand Prix Training nach Homberg eingeladen. 16 Piloten sind dieser Einladung gefolgt.

Hierbei handelt es sich um eine neue und sehr publikumswirksame Form des Segelflugwettbewerbs, welcher meiner Ansicht nach eine echte Bereicherung der Wettbewerbslandschaft ist, leider jedoch noch nicht die entsprechende Würdigung durch unseren Dachverband, dem DAeC findet.
Nur durch das hohe, persönliche Engagement von Prof. Hanno Obermeier und vieler anderer Protagonisten konnte das Grand Prix Weltfinale letztes Jahr auf der Wasserkuppe ausgetragen werden. Bei dieser Wettbewerbsart fliegen alle Teilnehmer gleichzeitig, in einer Höhe die vom Boden gut zu beobachten ist, über einer Startlinie ab und das Rennen beginnt. Die Aufgaben sind so gewählt, dass sie in 2-3 Stunden zu erfüllen sind. Idealerweise können die Flüge über ein Tracking System am Boden verfolgt und kommentiert werden. Die Moderation auf der Wasserkuppe übernahm beispielsweise Karl Senne. Wer nach diesem spannenden Luftrennen als Erster am Platz ankommt ist tatsächlich der Sieger, bekommt die meisten Punkte und wird unmittelbar nach der Landung zum Champion gekürt. Stundenlange, nur dem Experten geläufige Auswertungen bleiben dem Publikum erspart. Das Publikum kann unmittelbar mitfiebern und die Spannung miterleben. Für Piloten entfällt viel unnötiges Taktieren, der Vergleich wird unmittelbarer.

Thomas Levin (links) und Sigrid Levin (rechts) haben diesen Grand Prix training in Homberg mit viel Engagement vorbereitet und beste Voraussetzungen für eine angenehme freundschaftliche, dem Erfahrungsaustausch dienende Atmosphäre geschaffen. Enrique Levin hat mit großem Arbeitsaufwand das Tracking System, gemeinsam mit den Systemadministratoren für den Segelflug optimiert. Felipe Levin übernimmt die Aufgabe des Sportleiters und fliegt natürlich selbst mit.

Am Gesichtsausdruck von Franz kann man die Freude über die Einladung ablesen.

Zwei Flieger Felipe Levin (links) und Arndt Hovestadt (rechts), besser bekannt als "Fisch" mit insgesamt drei Weltmeistertiteln in zwei Klassen. Unübersehbar hat Fisch seine "bluetooth"- ear - concentrators eingesetzt. Sie seien so beruhigend, dass er sie bereits einmal vor dem Start fast vergessen hatte abzulegen. Jetzt versucht er dies mit einfachen Mitteln zu vermeiden.

Auch Fliegerlegende Uli Schwenk nutzt dieses Trainingslager um sich auf der "Levin´schen" EB 29 für die Qualifikation in Bayreuth einzufliegen.

Während die Piloten in der Luft waren wurde das Live Tracking in das Vereinsheim übertragen. Hier herrschte höchste Spannung. Alle drei Sekunden werden Höhe, Position und Steigwerte der Flugzeuge übertragen. Taktische Entscheidungen, Freude und Leid der Piloten sind unmittelbar erlebbar. Oft weiß der Rückholer vor dem Piloten bei welcher Ortschaft er außenlanden musste.
Utta und ich haben einen spannenden Sonntag in Homberg verleben dürfen. Hierfür möchten wir uns bei Familie Levin, den Mitgliedern des LSV Homberg und den Piloten herzlich bedanken. Schade, dass wir nicht bleiben konnten.
Ein kleiner Trost ist, dass wir und jeder der Zeit hat den Wettbewerb live unter http://www.livetrack24.com/tasks (hier auf "Live events" klicken) verfolgen können. Gestern war ein sehr spannender Tag mit einer anspruchsvollen Tagesaufgabe und niedrigen Arbeitshöhen mit Flügen über und unter den Gipfeln der Röhn. Die Flüge könne im Rückblick im Zeitraffer nochmals verfolgt werden. Viel Spass!






